Sommerfest der Agenda 21

Am 12. Juli 2018 fand das traditionelle Sommerfest der Agenda 21 statt. Diesmal war es bei Wilfried Limper, der bereits seit vielen Jahren erfolgreich Bienen züchtet.

Die zahlreichen Teilnehmer hatten die Möglichkeit, das Leben der Bienen im Bienenhaus zu beobachten. Durch spezielle Züchtung  war es beeindruckend zu erleben, dass die Bienen keinerlei Aggressivität zeigten.

Die offizielle Begrüßung erfolgte durch die Vorsitzende der Agenda 21, Frau Osterhaus-Ehm. Der stellvertretende Bürgermeister, Herr Jochen Herchenbach, überbrachte Grußworte der Stadt und den Dank für die geleistete Arbeit.

Beim gemütlichen Grillen wurden viele aktuelle Umweltthemen diskutiert.

Herr Limper begeisterte durch einen ausführlichen Vortrag über Insekten mit Schwerpunkt Bienen. 

Es war ein sehr gelungener Abend.

 Interesse an einer Mitarbeit? 

Derzeit gibt es drei Arbeitsgruppen, zu denen Interessierte (auch Nichtmitglieder) sich bei Marion Holschbach (02242 / 888306) anmelden können:

AG Fairer Handel (Leitung: Annette Stucken-Flinterman)

AG Insektenschutz (Leitung: Prof. Dr. Karl Jonas)

AG Klimaschutz.

Hennef bleibt Fair-Trade-Town

(ms) „Das ist eine schöne Nachricht“, sagte Bürgermeister Klaus Pipke. Denn Hennef bleibt Fair-Trade-Town. Der „TransFair e.V. Fair-Trade Deutschland“ hat dem Bürgermeister dieser Tage seine Entscheidung mitgeteilt.

Damit wird der Stadt Hennef, nach der ersten Titelverleihung am 14. Juni 2012 und der Erneuerung am 20. Mai 2014, nun für zwei weitere Jahre der Titel Fair-Trade-Town verliehen.

„Ich bedankte mich bei allen Henneferinnen und Hennefern, die am Fair-Trade-Gedanken mitwirken und sich für fairen Handel stark machen“, sagte Bürgermeister Klaus Pipke. 

Aktionen für den fairen Handel

Geplant und durchgeführt werden die Aktionen rund um den Fairen Handel durch den Arbeitskreis (AK) Fairer Handel der Lokalen Agenda 21. Geleitet  wird dieser von Regina Osterhaus-Ehm und koordiniert beim Umweltamt der Stadt Hennef. 

Unter anderem erstellte der AK einen Einkaufsratgeber für faire und regionale Produkte. Zudem verteilte er fair gehandelte Leinenbeutel zu Sankt Martin, damit die Kinder beim Sammeln von Süßigkeiten nicht auf Plastiktüten zurückgreifen müssen. Zum Weltfrauentag gab es faire Rosen. In Zusammenarbeit mit dem Kur-Theater Hennef veranstaltete der AK eine Vorführung des österreichischen Dokumentarfilms „We feed the world“. Der Film setzt sich kritisch mit der zunehmenden Massenproduktion von Nahrungsmitteln und der Industrialisierung auseinander. Und mit dem Städtischen Gymnasium Hennef organisierte der AK eine Aufführung des Punkmusicals „Global Playerz“ über globale Gerechtigkeit und Fairtrade von Sonni Maier.

Eine weitere erfreuliche Entwicklung ist, dass immer mehr Hennefer Geschäfte faire und auch regionale Produkte in ihrem ständigen Sortiment führen. Zudem bieten zwei Hennefer Bekleidungsgeschäft faire Mode an. 

Wer beim AK Fairer Handel mitmachen möchte, kann sich jederzeit über das Umweltamt der Stadt Hennef mit dem AK in Verbindung setzen, Telefon: 02242 / 888-306. Denn der AK freut sich über neue Mitstreiter und Ideen. Das nächste Treffen fand übrigens am 17. April um 20 Uhr im Saal Hennef im Rathausturm, Frankfurter Straße/Dickstraße, statt.

 Urkunde Hennef Fairtrade-Stadt

Großes Interesse: „Landwirtschaft und Insektenschutz“

(22.22018, ms) Groß war das Interesse an der Veranstaltung unter dem Titel „Landwirtschaft und Insektenschutz“, zu der die Lokale Agenda 21 Hennef und das Umweltamt der Stadt Hennef eingeladen hatten. Nach der Begrüßung durch die Agenda-Vorsitzende Regina Osterhaus-Ehm, ging es um die Frage: „Was steckt genau hinter dem vieldiskutierten „Insektensterben“, und welche kooperative Naturschutzmaßnahmen werden von der öffentlichen Hand für Landwirte angeboten?“.

Hierüber informierte Klaus Weddeling von der Biologischen Station des Rhein-Sieg-Kreises die rund 150 Interessierten. Er zeigte auf, wie sehr die Insektenfauna einerseits auf die offene Kulturlandschaft angewiesen ist, dass es aber andererseits im Zuge der Intensivierung zu folgereichen Einschnitten bei Artenvielfalt und Artenanzahl gekommen ist. Elisabeth Verhaag von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erläuterte die agrarpolitischen Instrumente und Prämienanreize, mit denen versucht wird, Umwelt- und Naturschutzaspekte in die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion zu integrieren. Ökologische Vorrangflächen, Greening und Zwischenfruchtanbau waren Stichworte, die Landwirten mittlerweile vertraut sind, in der Veranstaltung aber auch dem breiten Publikum kompetent erklärt wurden.

Was bei optimalen Bedingungen in einer ansonsten intensiv genutzten Kulturlandschaft für den Artenschutz möglich ist, zeigte Dr. Wolf Lopata am Beispiel einer Ausgleichfläche in Hangelar auf. Die eigens auf ausgewählte Zielarten abgestimmte Herrichtung und Pflege der Fläche ermöglicht auch ansonsten seltenen und gefährdeten Arten ihr Fortbestehen. Moderiert wurde der Abend von dem Journalist Detlef Reepen, langjähriger Berichterstatter im Bereich Umwelt- und Klimaschutz.

Am 9. April rückt die Stadt Hennef ein weiteres Aktionsfeld zum Thema Insektenschutz in den Fokus. Dann geht es um Naturschutz im Garten.

Natur im Garten

Vortrag von Barbara Stork, Naturgartenprofi und Kräuterpädagogin, Referentin vom Netzwerk Blühende Landschaft. (09.04.2018, Meys Fabrik Hennef)

   

Ihr Ziel ist, Kenntnisse und Mut aufzubauen, blühende Landschaften und Biodiversität zu kreieren und zu entwickeln. Mit dem Vortrag möchte Frau Stork zeigen, wie man das einfach selber machen kann. 

In einer kurzen Einleitung über den Zusammenhang zwischen Pflanzen und ihre Abhängigkeit von Insekten wird deutlich gemacht, wie viele unterschiedliche Bienenarten es gibt und dass manche Bienenarten nur eine spezifische Pflanze benutzen wie zum Beispiel die Glockenblume. Pflanzen sind sehr wichtig für den Lebensraum von Mensch und Tier. Rund 30% unser Lebensmittel kommen von Pflanzen, die von Insekten bestäubt werden müssen.

Frau Stork erwähnt eine Krefelder Studie, die über 27 Jahre nur die Biomasse von Insekten dokumentiert hat. Es wurde festgestellt, dass die Biomasse um 75% zurückgegangen ist. Das verdeutlicht, dass wir etwas unternehmen müssen. Nicht nur Bauern, sondern auch jeder, der einen Garten hat.

Es werden einige Beispiele gezeigt, wie es in unseren Gärten nicht funktioniert, u.a.:

  • Zu stark zurückgeschnittenen Bäume, die am Anfang vielleicht schon schnell austreiben, aber danach anfälliger sind für Pilz und vorzeitiges Altern.
  • Formgeschnittenen Stauden, die aufgrund ihres Schnittes nie oder kaum zum Blühen gelangen.
  • „Gärten des Grauens“  - voll Beton oder Steinen, kaum Pflanzen anwesend, und Zäunen von Eisendrat mit Plastik… (für Bilder siehe Facebook, Stichwort Gärten des Grauens)
  • Der perfekten Rollrasen, ständig zurückgeschnitten ohne Leben und ohne Blümchen
  • Züchtpflanzen mit große Blüten, die sehr anfällig sind und oft auch mit Gift  behandelt worden sind.

Danach folgen die Lösungen und Tipps:

  • Zusammenarbeiten mit einem richtigen Baumschule (wie z.B. Auerbach in Hennef – bietet auch Schnittkurse an)
  • Mit heimischen Wildpflanzen, die den Winter überleben, struktur-stark und resistent sind, Lebensraum schaffen und für Nestmaterial sorgen, als auch Energie und Treibstoff liefern (wie zum Beispiel Saatgut von Burggarten Blankenberg)
  • Eine Auswahl an Pflanzen treffen, wobei 1/3 im Frühling, 1/3 im Sommer und 1/3 im Herbst blüht
  • Auch Platz für Raupenpflanzen wie Natter Kropf, Hornklee, Wiesensalbei und Blutstorchschnabel
  • Trockenmauer mit Platz für Pflanzen … 
  • Insektenhotels
  • Wasser im Garten ist wichtig

Andere Elemente, woran man denken kann:

  • Fassadenbegrünung; Dachbegrünung und Möglichkeiten für Parkflächen
  • Steinhaufen, Totholz, die Struktur im Garten bringen und vor allem Platz für Insekten und Amphibien

Quellen: 

  • Hortus Insectorum – Facebook Netzwerk
  • Naturgarten.org
  • www.bluehende–landschaft.de

Mit über 120 Zuhörer war dieser Vortrag sehr gut besucht. Es zeigt, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern das Thema ist. 

Das Umweltamt der Stadt kündigte für nächstes Jahr einen Wettbewerb an: Gesucht wird der insektenfreundlichste Garten. 

Mitgliederversammlung „Agenda 21 der Stadt Hennef (Sieg) e.V.“

 

Am Donnerstag, den 16.11.2017 fand um 19.30 Uhr die 8. Mitgliederversammlung des Vereins statt. 

Auszug aus der Tagesordnung:

Berichte:

a) Überblick über die Finanzen

b) AK-Fairer Handel, Zusammenfassung der Aktivitäten

c) Vorstand der Agenda, Sommerfest

Planung für das Jahr 2018:

Idee: Leitthema für 2018 „Insektenschutz“

a) Veranstaltung zum Thema „Rückgang der Insekten, Verantwortung der Landwirtschaft“ in der 2. Februarhälfte 2018

b) Aktivitäten gegen das Insektensterben, was können wir in Hennef tun? Was sind die richtigen Partner, die man gewinnen muss, um in der Kommune die Lebensbedingungen für Insekten zu verbessern?

Aktivitäten zum Thema Fairer-Handel:

a) Faires Frühstück

b) Filmvorführung , bevorzugt in der 39. KW

c) Einkaufsführer (laufende Weiterentwicklung)

Informationen über das Reparatur-Cafe des Ökumenischen Umweltkreises

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